Bilder SEO - neue serps

Bilder SEO | Bilder für Google optimieren – Basics

Nicht nur für Seiten selbst, sondern auch für Bilder lässt sich SEO betreiben, um mehr Traffic auf die eigene Seite über die SERPs der Bildersuche zu leiten. Viele realisieren das Potential nicht, das mit den Bildern erreicht werden könnte, weswegen der Wettbewerb nicht so stark ist im Vergleich zu „normalem“ SEO. Besonders bei bestimmten Bereichen, wie beispielsweise Bilder von Gerichten, lässt sich viel Traffic erreichen. Darüber hinaus werden Bilder auf Seiten an sich bereits viel verwendet, wodurch das benötigte Material oftmals auf der Seite schon vorhanden ist. Mithilfe der folgenden Faktoren können Sie dieses Material benutzen um eine weitere Quelle für Traffic aufzubauen.

Optimierungsfaktoren für Bilder SEO:

Rankingfaktoren für Bilder-SEO:

Faktoren Bilder-SEO:

Bildauflösung:

Bei der Auflösung bzw. Größe eines Bildes ist es hauptsächlich wichtig, dass das Bild nicht zu klein ist, da es sonst von Google eventuell als nicht wichtig bzw. relevant genug einstuft. Als Richtlinie sollte man versuchen, dass eine der beiden Kantenlängen mindestens 300 Pixel ist. Sehr große Bilder straft Google nicht ab, bevorzugt diese aber auch wahrscheinlich nicht. Trotzdem sollte man versuchen, das Bild nicht zu groß zu machen, damit es auch für Besucher mit langsamer Internetleitung schnell lädt. Zu empfehlen ist es auch, die Größe vom Bild im img-Tag selbst zu bestimmen, um die Ladezeiten der Seiten zu verbessern. Für die Positionierung in den SERPs der Bildersuche ist dies jedoch nicht relevant.
Beispiel:
<img src=“Bilder-SEO.jpg“ width=“128“ height=“128“>

Dateiname:

Das Bild sollte einen Dateinamen haben, welcher das Bild aussagekräftig beschreibt und somit die Keywords beinhaltet, zu denen das Bild ranken soll. Denn für Google sind Bilder, welche einen eindeutigen Namen haben, wie beispielsweise „Mona-Lisa“, selbstverständlich einfacher einzuordnen als Bilder mit Namen wie „img1“. Versucht man jedoch, ein Bild mit einem Dateinamen zu versehen, welcher nicht für das vorliegende Bild zutreffend ist, wird das Bild zwar eventuell in der Suche auftauchen, es aber nicht bzw. nur gering angeklickt werden. Daran kann Google im Nachhinein feststellen, dass das Keyword nicht passend ist und das Bild wird entsprechend in der Bildersuche von der Positionierung her fallen.

Bild-URL:

Bei der URL der Bilder zählt nicht die Tiefe hinsichtlich der Ordner eine Rolle, sondern die sinnvolle Platzierung in einem zum Inhalt des Bilds passenden Ordner.
Beispiel:
<img src=“/buchstaben/a.jpg“>

Was problematisch werden kann ist, wenn ein Bild vom Google SafeSearch Filter aus der standardmäßigen Suche nach nicht anstößigen Bildern herausgefiltert wird. Das hat zu Folge, dass die Bilder der gesamten Seite ebenfalls entsprechend herausgefiltert werden. Somit ist es sinnvoll, eine Subdomain speziell für Bilder anzulegen, damit die eigentliche Seite bei einem solchen Fall nicht betroffen ist.
Beispiel:
images.blurithmics.de

Exif-Informationen:

Mithilfe der Exif-Daten lassen sich weitere Informationen, hauptsächlich zur Aufnahme des Bildes, angeben. Dazu gehören beispielsweise die Verwendung von Blitzlicht und der Ort, an dem das Foto geschossen wurde. Diese Informationen werden von Google, wenn sie vorhanden sind, in der Sidebar angezeigt. Somit ist Google eindeutig in der Lage diese zu indexieren. Jedoch ist unklar, ob eine Angabe der Informationen in den Rankings hilft.

Indexierung:

Auch die Bilder selbst müssen, wie auch die eigentliche Seite, indexiert werden. Dies erfolgt ebenfalls über einen Googlebot. Somit gilt für Bilder ähnliches wie auch für Seiten. Der Content (in diesem Fall die Bilder) muss für den Googlebot erreichbar sein. Daher sollte man von anderen Unterseiten auf diejenige verlinken, welche das Bild beinhaltet. Die Frequenz der Besuche vom Googlebot lassen sich auch bei Bildern über die Aktualisierungsrate beeinflussen. Weiterhin kann man den Googlebot auch bei Bildern über die Verwendung einer robots.txt-Datei davon hindern, die Bilder zu indexieren.
Beispiel:
User-Agent: Googlebot-Image
Disallow: /bilder/Bilder-SEO.jpg
Mit Platzhaltern kann man ebenfalls alle Bilder von einem Dateityp aus dem Google Index entfernen:
User-Agent: Googlebot-Image
Disallow: /*.png$

Textumgebung:

Der Text, in dessen Umgebung sich das Bild befindet, ist ebenfalls für Google wichtig. Dieser gibt eine weitere Auskunft darüber, um was es sich bei dem Bild handelt. Daher sollte dieser Text ebenfalls für das Bild relevante Keywords beinhalten. Auch die Überschrift des jeweiligen Abschnitts, in dem das Bild eingebunden ist, sollte möglichst am Bild orientiert sein. Umso näher dabei die Nennung der Keywords im Text stattfindet, desto relevanter erscheinen diese für Google.

Alt-Text:

Für jedes Bild sollte ein Alt-Text bestimmt sein. Dieser wird anstelle des Bildes angezeigt, wenn dieses nicht geladen werden kann. Somit sollte man möglichst eine kurze Beschreibung für das Bild angeben, welche auch anstelle des Bildes Sinn ergibt.
Beispiel:
<img src=“Bilder-SEO.jpg“ alt=“SEO für Bilder“>

Title-Angabe:

Es lässt sich außerdem ein Titel für das Bild angeben. Dieser bietet eine weitere Möglichkeit zur Platzierung des Keywords, welche sich im Quelltext nah an dem Bild befindet. Ebenfalls kann man hier ergänzende Informationen zum Bild selbst hinterlegen, wie beispielsweise eine Angabe über den Urheber vom Bild.
Beispiel:
<img src=“Bilder-SEO.jpg“ title=“Beispieltitel“>

Bildunterschrift:

Man sollte stets versuchen, eine Bildunterschrift mit einzubauen. Vor allem da diese sehr nah an dem Bild liegt, ist es wahrscheinlich, dass sie wichtig für die Bestimmung des Bildinhaltes seitens Google ist.
Beispiel:
<div>
<img src=“bild.jpg“>
<br>
Bildunterschrift
</div>

Copyright:

Informationen über das jeweilige Copyright sind für Google nicht von Bedeutung. Für Besucher der Seite lohnt es sich jedoch, diese anzugeben. Dies kann man beispielsweise in der Bildunterschrift oder im title vom Bild tun.

Seitentitel:

Für das Ranking ist die Nennung des Keywords für das Bild im Seitentitel kein Muss. Trotzdem ist es eine weitere Möglichkeit um das Keyword vom Bild in der Seite einzubauen.
Beispiel:
<title>Beispielseite</title>

Vielen Dank an Martin Mißfeldt für die Informationen in seinem eBook über Bilder-SEO.

Wird sich Bilder SEO in absehbarer Zukunft noch lohnen?

Die Define Media Group veröffentlichte im April eine Studie mit dem Titel „How Google’s Image Search Update Killed Image SEO“, in welcher sie einen Trafficverlust über die Bildersuche von bis zu 78% feststellen. Der Grund für diesen starken Verlust stellt ein Update der Google Bildersuche dar, welches bewirkt, dass die Suchenden beim Klick auf das Bild nicht mehr auf die Seite, auf der sich dieses befindet, weitergeleitet werden. Der Unterschied wird klar, wenn man jeweils auf google.com und google.de eine Suche durchführt:

Bildersuche vor dem Update

Bilder SEO - alte serps

Bilder SEO – SERP in Google.de vor dem Update des Designs

Bildersuche nach dem Update

Bilder SEO - neue serps

Bilder SEO – Auslieferung der Bilder-SERP nach dem Update

Wie man sehen kann, wird das Bild nach dem Update in groß innerhalb der SERP eingebettet. Zuvor wurde man noch auf die Seite weitergeleitet mit der Sidebar, welche den Link zum Bild in voller Auflösung beinhaltete. Begründet wurde dieser Wechsel von Google wie folgt:
„This speeds up the experience for users, reduces the load on the source website’s servers, and improves the accuracy of webmaster metrics such as pageviews.” (Quelle)

Diese Umstellung ist somit prinzipiell für die Suchenden konzipiert worden. Die Resonanz von diversen Seitenbetreibern in den Kommentaren zu dem Blogpost von Google über das Update ist durchaus negativ – viele beschweren sich über Trafficverluste im Bereich von 30 – 60 Prozent und die Tatsache, dass Google ohne Erlaubnis ihre Bilder in der Suche in voller Auflösung zeigt. Lohnt es sich dann bei solch großen Auswirkungen auf den Traffic weiterhin Bilder-SEO zu betreiben?

Nun stellt sich selbstverständlich die Frage, ob auch in der deutschsprachigen Suche diese Umstellung stattfinden wird und ob man als Seitenbetreiber etwas tun kann. In einem Blogpost von Pixabay.com wurden verschiedene Wege beschrieben, um gegen die Änderung vorzugehen und wenigstens ein Teil des Traffics wiederherzustellen. Die wahrscheinlich sinnvollste Methode für den Gebrauch hierzulande wäre momentan ein Framekiller, welcher wie folgt aussieht:

<script>Text if (top != self) top.location.replace(location);</script>

Dieser verhindert, dass die Seite in einer iframe dargestellt wird. Dadurch wird man dann, wenn man in der Google Bildersuche auf ein Bild der Seite klickt, direkt auf die Seite weitergeleitet. Somit ändert sich das Verhalten in der derzeitigen Bildersuche kaum und für das mögliche Update ist die Seite schon vorbereitet. Eine andere Methode wäre beispielsweise die Bilder mit einem Wasserzeichen zu versehen, welches den Suchenden dazu auffordert, für eine hochauflösende Version vom Bild dieses anzuklicken.

Trotz des Updates sollte man nicht aufhören, die oben genannten Faktoren bei der Veröffentlichung von Bildern zu beachten. Schließlich ist es noch unklar, ob das Update auch auf google.de durchgeführt wird. Außerdem ist es aufgrund der negativen Rückmeldungen von diversen Seitenbetreibern immer möglich, dass Google in einem weiteren Update wieder mehr Traffic den Seiten, auf denen sich die Bilder befinden, weiterleitet indem das Layout-Update noch einmal erweitert wird. Ansonsten kann man durch bereits genannte Methoden wenigstens einen Teil des Traffics im Rahmen von Bilder SEO wieder zurückgewinnen.

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Ich beschäftige mich seit Ende der 90'er Jahre mit Suchmaschinenfunktionen. Zunächst war das eher einfach (Anmeldung bei Altavista & Fireball plus richtiger Titel = Ranking). Nachdem ich als SEO-Berater unter Anderem bei einer Microsoft Tochter-Gesellschaft arbeitete, machte ich mich 2004 selbstständig. Seit 2014 arbeite ich als (Head of Search) bei der Blurithmics Unternehmergesellschaft.

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